Teppich reinigen: Grundreinigung & Flecken entfernen


Teppich reinigen: Grundreinigung & Flecken entfernen

Der gute, alte Teppich. Eine echte Verschönerung für jedes Haus. Ärgerlich, wenn diverse Flecken den Teppich irgendwann verschandeln. Nun stellt sich für Sie die Frage: Wie kann ich den Teppich reinigen? Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich der nachfolgende Text.

Teil 1: Grund- & Intensivreinigung eines Teppichs

Den Teppich reinigen können Sie auf zwei unterschiedliche Arten. Man unterscheidet hier zwischen der Grundreinigung und der Intensivreinigung.

Teppich reinigen: Die Grundreinigung

Zunächst wird die Grundreinigung erläutert. Am besten greifen Sie einmal in der Woche zum Staubsauger, um den Teppich von Staub, Schmutz, Krümeln etc. zu befreien. Warum? Jeder Dreck, der weg ist, kann auch nicht im Teppich festgetreten werden und zu fiesen Flecken führen. Denn solche Flecken sind schwer zu entfernen und machen Ihnen umso mehr Arbeit.

Achten Sie beim Staubsaugen darauf, die Bürste auf den Aufsatz zu stecken. Denn so werden auch festsitzende Partikel gelockert und direkt aufgesaugt. Wenn Sie einen neuen Teppich die ersten Male absaugen, kann es sein, dass der Teppich Flusen verliert. Doch keine Bange: dieser Umstand ist normal. Hierbei handelt es sich nur um Faserreste von der Teppichverarbeitung.

Teppich reinigen: Die Intensivreinigung

Gerade bei Teppichen, die in hochfrequentierten Räumen wie Wohnzimmern, Küchen oder Kinderzimmern liegen, empfiehlt sich die sogenannte Intensivreinigung. Diese können Sie grob alle zwei Jahre in Angriff nehmen, je nach Verschmutzungsgrad. Hier stehen Ihnen drei Optionen zur Auswahl:

a) Feuchtreinigung:

Sie benötigen einen Staubsauger, Teppichreiniger/Schaum, eine Bürste und alte Handtücher bzw. eine alte Decke. Damit Ihr Teppich nicht auf den Boden abfärbt, legen Sie alte Handtücher oder eine Decke unter den Teppich. Bürsten Sie den Teppichschaum Ihrer Wahl direkt auf den Teppich, bzw. massieren Sie den Schaum porentief ein. Lassen Sie den Schaum nach Anleitung des Herstellers einwirken und saugen Sie dann den Teppich ab. Achten Sie darauf, während des Einwirkens den Teppich nicht zu betreten.

b) Nassreinigung:

Entweder, Sie bringen den Teppich zum Profi oder er kommt zu Ihnen nach Hause. Der Profi setzt einen Shampoonierer oder Sprühextraktionsgerät ein und reinigt Ihren Teppich gründlich.

Doch Vorsicht: Teppiche aus Ziegenhaar, Sisal, Kokos, grobe Webteppiche oder Teppiche mit Rippenstruktur sind für diese Art der Teppichreinigung nicht geeignet.

c) Teppich reinigen mit einem Dampfreiniger:

Schmutz, Flecken oder Fette werden mit dem Dampfreiniger natürlich aus dem Teppich gezogen. Das Tolle: Es bleiben keine Reste von Reinigern im Teppich. Allerdings sollten Sie bei dieser Methode aufpassen, dass Sie den Teppich nicht durchnässen, da er sonst Wellen bekommt. Ist der Teppich doch nass geworden, hilft Entfeuchtergranulat. Dies finden Sie im Baumarkt. Stellen Sie dieses in Gefäßen auf, sodass die Flüssigkeit aufgenommen wird.

Gut zu wissen: Dampfreiniger können Sie sich zum Beispiel für einen Tagessatz im Baumarkt ausleihen. Vielleicht hat auch ein Nachbar oder Ihr Bekanntenkreis ein solches Gerät, welches er Ihnen leihen kann.

Teil 2: Teppich reinigen: Flecken entfernen

Damit es keine unschönen Flecken gibt, sollten Sie Flecken immer sofort reinigen, bevor sie eintrocknen. Denn sonst wird das Entfernen umso schwerer. Gehen Sie am besten Schrittweise vor, um die Flecken zu entfernen:

  1. Um Beschädigungen zu vermeiden, sollte bei empfindlichem Bodenmaterial wie Laminat-, Parkettboden etc., dringend vor der Fleckenbehandlung ein Handtuch zwischen Teppich und Boden gelegt werden. Bei einem Fliesenboden könnte darauf verzichtet werden.
  2. Trockenen Schmutz direkt aufsaugen, Flüssigkeiten etc. mit einem Tempo, Küchenrolle etc. sanft trockentupfen. Stets von außen nach innen vorgehen. Bei klebrigen Angelegenheiten können Sie diese mit dem Messerrücken abnehmen.
  3. Nutzen Sie zunächst warmes Wasser, ohne Reiniger oder sonstige Zusätze und tupfen Sie die Flecken sauber. Tupfen Sie vom Rand nach innen.
  4. Beachten Sie unbedingt: Nicht reiben, nur tupfen. Sonst verfilzen bzw. beschädigen Sie die Teppichfasern!
  5. Hilft die Behandlung mit bloßem Wasser nicht, nutzen Sie ein Teppichreinigungsmittel. Halten Sie sich genau an die Anweisung und tupfen Sie den Reiniger auf den Fleck. Hilfreich ist hier Küchenpapier.
  6. Reinigen Sie abschließend den Fleck mit Wasser, um die chemischen Zusätze aus dem Teppich zu entfernen. Zum Trocknen des Flecks empfehlen wir Ihnen ein Stofftuch, weil es nicht fusselt. Stellen Sie dunkle Ringe oder Wasserkränze nach der Behandlung fest, deutet dies darauf hin, dass Sie den Teppich intensivreinigen sollten.
  7. Manchmal müssen Sie die Prozedur bei Flecken wiederholen, bis dass Sie nichts mehr vom Fleck sehen. Warten Sie, bis dass der Teppich getrocknet ist und saugen Sie ihn dann gründlich ab.
  8. Eingetretenen Kaugummi behandeln Sie am besten mit Eiswürfeln, bis dass der Kaufgummi gefroren ist. Dann können Sie ihn ablösen und die Kleinteile aufsaugen. Bleibt ein Fleck übrig, behandeln Sie ihn mit Teppichreiniger.

Gut zu wissen: Sie können bei fiesen Flecken auch zum bereits erwähnten Dampfreinigungsgerät greifen oder auch zu lösemittelhaltigem Fleckenentferner. Den Entferner erst auf ein Tuch und dann leicht auf den Fleck tupfen. Den Fleckenentferner aber nicht bei Wollteppichen verwenden!

Teil 3: Teppich reinigen bei verschiedenen Materialien

Lesen Sie unbedingt die Inhaltsangabe des Reinigungsmittels und achten auf die Angaben vom Hersteller.

So gehen Sie je nach Material am geschicktesten vor:

a) Wollteppiche reinigen:

Gilt für Teppiche aus tierischen Fasern wie z.B. Ziegenhaar, Wolle oder Seide: Verwenden Sie Reinigungsmittel aus Säure oder ph-saures Mittel. Die säurehaltigen Reinigungsmittel erhalten Glanz und Elastizität von Wolle und Tierhaaren.

Enthält das Mittel alkalische Bestandteile oder fehlt der Hinweis, sollten Sie ein anderes Reinigungsmittel verwenden. Vermeiden Sie auch laugehaltige Reinigungsmittel, weil damit die Haarstruktur geschädigt werden kann und Farben auslaufen bzw. verblassen können.

Nach jeder Behandlung bürsten Sie den Flor von Wollteppichen in Strichrichtung. Der Teppich sollte so schnell wie möglich trocknen. Lüften Sie ausreichend, um die feuchte Raumluft mit frischer Luft auszutauschen. Wiederholen Sie den Vorgang solange, bis der Teppich ganz trocken ist.

b) Naturfaserteppiche reinigen:

Nutzen Sie alkalische Reiniger, wenn Ihr Teppich ungefärbt ist und aus Kokos, Baumwolle, Jute oder Sisal besteht. Auch Kern- oder Gallseife helfen hier beim Flecken entfernen.

Vorsicht bei gefärbten Pflanzenfasern, da Sie ausbleichen können, wenn man die Teppichreinigung mit Soda, Fleckensalz, Seifenlauge etc. durchführt.

Tipp: Verwenden Sie ein Teppichreinigungsmittel mit saurem PH-Wert oder einen Dampfreiniger.

c) Kunstfaserteppiche reinigen:

Ist Ihr Teppich synthetisch gefertigt, können Sie Flecken mit Gallseife, Kernseife etc. reinigen. Sprich mit allem, was alkalisch ist. Bürsten Sie den Teppich in Strichrichtung, wenn er noch leicht feucht ist.

Teil 4: Auf diese Mittel sollten Sie beim Teppich reinigen verzichten

Auf diese Mittel sollten Sie beim Teppich reinigen verzichten, da diese den Teppich beschädigen können, verblassen lassen bzw. grau werden lassen.

  • Lösemittelhaltige Reiniger wie Spiritus, Benzin oder Aceton
  • Nagellackentferner oder Fleckenlöser
  • Wollwaschmittel und Geschirrspülmittel

Um Beschädigungen zu vermeiden, lesen Sie unbedingt die Inhaltsangabe des Reinigungsmittels und achten auf die Angaben vom Hersteller.

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