Stromtarife im Vergleich: Ersatzversorgung, Grundversorgung & Ökostrom


Stromtarife im Vergleich: Ersatzversorgung, Grundversorgung & Ökostrom

Der Strommarkt ist sehr komplex und es gibt verschiedene Arten von Tarifen, die oft verwirrend sind. In diesem Artikel erklären wir Ihnen alles, was Sie über die verschiedenen Stromtarife wissen müssen! Ersatzversorgung, Grundversorgung & Ökostrom – was ist der Unterschied? Wir erklären es Ihnen!

Ersatzversorgung – die teuerste Variante

Die Ersatzversorgung garantiert Ihnen eine dreimonatige Versorgung bei sogenannter unklarer Versorgungslage. Eine „unklare“ Versorgungslage ergibt sich, wenn der vormalige Lieferant insolvent geht oder aber er die zu entrichtenden Netznutzungsentgelte an den Netzbetreiber nicht mehr zahlt.

In diesen Fällen, wenn ein Verbraucher Strom oder Gas nutzt und diese Energieentnahme seitens des Netzbetreibers keinem bestimmten Vertrag bzw. Anbieter zugeordnet werden kann, greift die Ersatzversorgung. Hier springen der Grundversorger in Ihrem Netzgebiet ein, sodass Sie weiterhin Strom oder Gas erhalten – unabhängig von einem schriftlichen Vertrag. Dies hat der Gesetzgeber so vorgesehen, um Ihre lückenlose Belieferung mit Energie abzusichern.

Wie lange läuft die Ersatzversorgung?

Der Liefervertrag für Energie endet nach spätestens drei Monaten. Wenn kein neuer Liefervertrag abgeschlossen wird und weiterhin Energie verbraucht wird, kommt ein Grundversorgungsvertrag mit dem Grundversorger zustande.

Kündigung der Ersatzversorgung

Die Ersatzversorgung kann jederzeit gekündigt werden, ohne dabei eine Kündigungsfrist einzuhalten. Danach kann ein neuer Lieferant Ihrer Wahl mit der Belieferung beauftragt werden.

Grundversorgung

Jeder Haushalt hat einen Anspruch auf Grundversorgung. Diese wird vom Grundversorger, dem Energieversorgungsunternehmen, welches die meisten Kunden im Netzgebiet mit Strom versorgt, geliefert.

Die Grundversorgung mit Strom ist ein Standard-Tarif, der jeden Haushalt in Deutschland automatisch mit Energie versorgt. Dies geschieht, sobald im neuen Zuhause der Lichtschalter betätigt wird – es sei denn, ein anderer Energieliefervertrag wurde vorher abgeschlossen.

Der Grundversorgungstarif lässt sich nicht aktiv buchen, sondern kommt nur dann zustande, wenn Sie Strom entnehmen, aber keinen Energieversorger mit der Stromversorgung beauftragt haben.

Wer ist Ihr Grundversorger?

Der zuständige Grundversorger eines örtlichen Netzgebietes wird alle drei Jahre vom entsprechenden Netzbetreiber ermittelt und auf der jeweiligen Internetseite bekanntgegeben. In einigen Netzgebieten gibt es für Strom und Erdgas unterschiedliche Grundversorger.

Sollte unklar sein, welcher Netzbetreiber bei Ihnen vor Ort der Grundversorger ist, informieren Sie sich einfach auf der Internetseite oder telefonisch bei einem beliebigen Anbieter. Dieser wird Ihnen mitteilen, wer der Grundversorger für Sie ist.

Kündigung der Grundversorgung

Die Grundversorgung mit Strom ist eine gesetzlich festgeschriebene Absicherung, die Ihnen die Belieferung mit Strom grundsätzlich jederzeit garantiert. Die Grundversorgung bleibt solange bestehen, bis Sie diese aktiv kündigen.

Die Kündigung Ihres Grundversorgungstarifs ist jederzeit und schriftlich unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen möglich. Somit besteht keine Verpflichtung, den Tarif bis zum Ende des Monats weiterzuführen.

Vorteile von der Grundversorgung

  • Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit.
  • Eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen ermöglicht maximale Flexibilität.
  • Die Vertragsbedingungen wurden gesetzlich reguliert, um Verbraucher zu schützen.
  • Beim Vertragsabschluss ist keine Bonitätsprüfung notwendig.
  • Sie können jederzeit den Energieversorger wechseln.

Zählwerke des Stromzählers

Eintarifzähler

Der Eintarifzähler hat nur ein einziges Zählwerk und der Arbeitspreis ist somit unabhängig von der Uhrzeit. Dadurch muss nur noch ein Zählerstand abgelesen werden.

Zweitarifzähler

Der Zweitarifzähler bzw. Doppeltarifzähler verfügt über zwei getrennte Zählwerke für den Energieverbrauch. Auf diese Weise kann der Verbrauch für zwei verschiedene Zeitabschnitte getrennt erfasst werden. In der Regel wird tagsüber zum Hochtarif und nachts zum günstigeren Niedertarif abgerechnet, allerdings können die genauen Zeiten davon abweichen.

Ökostrom – die umweltfreundliche Alternative

Der wesentliche Unterschied zwischen Ökostrom und herkömmlichem Strom ist die Herkunft des Stroms.

Ökostrom wird aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser oder Sonne gewonnen, während herkömmlicher Strom hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Gas gewonnen wird. Da fossile Brennstoffe nicht unendlich vorhanden sind, ist es wichtig, auf erneuerbare Energien zu setzen. Darüber hinaus ist der CO2-Ausstoß bei der Gewinnung von Ökostrom deutlich geringer als bei der Gewinnung von herkömmlichem Strom.

Allerdings gibt es auch einige Nachteile beim Umstieg auf Ökostrom. Zum einen ist er in der Regel etwas teurer als herkömmlicher Strom. Zum anderen ist die Produktion von Ökostrom oft wetterabhängig, was bedeutet, dass an windstillen oder regnerischen Tagen weniger Strom produziert werden kann. In diesen Fällen muss dann oft konventioneller Strom zugekauft werden, um den Bedarf zu decken.

Trotz dieser Nachteile lohnt es sich in meinen Augen, auf Ökostrom umzusteigen. Denn nur so können wir unseren CO2-Ausstoß langfristig senken und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Vorteile von Ökostrom

  • Sie erhalten eine zeitliche Preisgarantie vom Stromanbieter
  • Der Stromanbieter bietet Ihnen Strom aus erneuerbaren Energien an, welcher je nach Anbieter bis zu 100% beträgt.
  • Je höher die Mindestvertragslaufzeit, desto niedriger ist der Arbeitspreis.

Nachteile von Ökostrom

  • Der Ökostrom umfasst abhängig vom Stromanbieter eine Mindestlaufzeit.
  • Aktuell (noch) teurer als Grundversorgung.

Ist Ökostrom teurer als herkömmlicher Strom?

Die meisten Menschen sind sich einig, dass Ökostrom etwas teurer ist als herkömmlicher Strom. Doch ist das wirklich der Fall? In Wirklichkeit ist es nicht so einfach zu sagen, welcher Stromtyp tatsächlich teurer ist.

Es kommt ganz darauf an, woher Sie Ihren Strom beziehen und welche Tarife Sie wählen. In Deutschland beispielsweise können Sie bei vielen Anbietern den gleichen Preis für Ökostrom und herkömmlichen Strom bezahlen. Das liegt daran, dass in Deutschland die Einspeisevergütung für Ökostrom sehr hoch ist. Das bedeutet, dass die Anbieter denselben Preis für beide Stromarten berechnen, weil sie die Einspeisevergütung vom Staat erhalten. In anderen Ländern ist die Situation jedoch oft anders. Dort kann es sein, dass Ökostrom deutlich teurer ist als herkömmlicher Strom.

Es gibt also keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, ob Ökostrom teurer oder billiger ist. Die Kosten hängen ganz von den jeweiligen Bedingungen und Tarifen ab.

Wo können Sie Ökostrom beziehen?

In Deutschland können Sie Ökostrom bei vielen verschiedenen Anbietern beziehen. Einige dieser Anbieter sind die großen, klassischen Stromanbieter, wie RWE oder E.ON, aber es gibt auch viele kleinere und mittlere Stromanbieter. Zudem gibt es einige regionale Stromanbieter, die Ökostrom anbieten.

Wenn Sie sich für einen Ökostromanbieter entscheiden, sollten Sie zunächst einen Preisvergleich durchführen. Dies können Sie entweder online oder telefonisch tun. Achten Sie bei Ihrem Preisvergleich darauf, welche Tarife der Anbieter anbietet und ob es Rabatte oder Sonderangebote gibt. Zudem sollten Sie prüfen, ob der Anbieter einen Wechselbonus anbietet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Herkunft des Stroms. Viele Anbieter garantieren 100% Erneuerbare Energien, aber es gibt auch Anbieter, die nur teilweise Erneuerbare Energien verwenden. Informieren Sie sich also genau über die Herkunft des Stroms, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden.

Zu guter Letzt sollten Sie auch darauf achten, ob der Anbieter eine Garantie für die Belieferung mit Ökostrom hat. Dies ist besonders wichtig, falls es in Ihrer Region zu Engpässen in der Stromversorgung kommt. Achten Sie also darauf, dass der Anbieter eine solche Garantie hat, bevor Sie sich für ihn entscheiden.

Warum sollten Sie auf Ökostrom umsteigen?

Es gibt viele Gründe, auf Ökostrom umzusteigen. Zum einen ist er umweltfreundlicher als herkömmlicher Strom, da er aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.

Zum anderen ist er oft auch günstiger als herkömmlicher Strom, da die Preise für fossile Brennstoffe in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Aber Ökostrom ist nicht nur umwelt- und kostensparend, sondern auch sehr zuverlässig. Da er aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Wasser und Sonne gewonnen wird, ist er unempfindlich gegenüber politischen oder wirtschaftlichen Krisen.

Darüber hinaus sind die technologischen Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom mittlerweile so ausgereift, dass eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet ist.

0 Kommentare von “Stromtarife im Vergleich: Ersatzversorgung, Grundversorgung & Ökostrom

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.