Gartenpflege: Was im April im Garten zu tun ist


Gartenpflege im April

Hobbygärtner können den Frühling kaum erwarten. Doch die Gartenpflege im April ist vor allem durch eines gekennzeichnet: Unbeständigkeit des Wetters. Deshalb sollten Sie die hier angesprochenen Arbeiten immer auf das Wetter und die regionalen Besonderheiten abstimmen. Werfen Sie deshalb immer ein Auge auf den Wetterbericht.

Wichtig bei der Gartenpflege im April: Den Boden vorbereiten

Im Allgemeinen sollte der Boden jetzt frostfrei sein. Das bedeutet, die Gartenbeete werden auf die Aussaat vorbereitet. Bearbeiten Sie den Boden mit einer Harke oder einem Sauzahn, denn Gartenbeete wollen ebenfalls belüftet werden! Dort, wo im Mai nach den Eisheiligen Jungpflanzen eingesetzt werden, könnte jetzt schon der Boden mit frischem Kompost bearbeitet werden. Handelt es sich um sehr feste, lehmhaltige Böden bietet es sich an, diese vorher ein wenig zu wässern. Dann gelingt das Auflockern weitaus leichter.

Wenn Sie ohnehin frischen Humus vom Kompost entnehmen, sollten Sie diesen auch gleich umsetzen. Die Rotte beginnt wieder mit den warmen Tagen, und bis dahin sollte der Kompost also einmal „umgedreht“ werden. Die Grünabfälle brauchen Luft um gut zu verrotten. Gleichzeitig können Sie sehen, wie die Rotte vorangeht. Sind die Abfälle zu trocken, bietet es sich an, den Kompost einmal zu bewässern.

Vielleicht ist die Regentonne von den letzten Wintermonaten befüllt, dann bietet es sich an, das Regenwasser zu verwenden, um den Verrottungsprozess mit Feuchtigkeit zu beschleunigen.

Den Rasen pflegen

Damit der Rasen im Sommer saftig grün wird, gehört zur Gartenpflege im April das Vertikutieren, Mähen und eventuell Düngen. Als natürlicher Dünger eignet sich der Rasenschnitt selbst, jedoch nur dann, wenn er nicht allzu lang ist und als Mulch auf dem Rasen liegenbleiben kann. Rasenhalme länger als zehn Zentimeter sollten besser nicht liegen bleiben. Dieser Grünabfall kommt in dünnen Schichten direkt auf den Kompost!

Vertrocknete oder kahle Stellen bekommen eine neue Rasensaat. Achten Sie darauf, ob es sich um eine Spielfläche, um einen sonnigen oder schattigen Standort handelt. Wenn sich die Kinder hier im Sommer gern tummeln, dann ist eine strapazierfähige Saat die bessere Lösung.

Frühlingsblüher warten auf die Gartenpflege im April!

Einige der schönen Frühlingsblüher sind bereits abgeblüht. Sobald das Blattlaub welk ist, können Tulpen und Narzissen geteilt werden. Dazu die Zwiebeln mit einer Gartenschaufel aus dem Boden nehmen und all jene Zwiebeln vorsichtig teilen, die Tochterzwiebeln gebildet haben. Anschließend kommen die Blumenzwiebeln in eine Holzkiste, die mit etwas Sand ausgelegt ist und werden bis zum Herbst kühl und trocken gelagert.

Andere Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen verbleiben im Boden oder werden je nach Wunsch verpflanzt. Krokusse und Winterlinge verbreiten sich von ganz allein, sie benötigen keine zusätzliche Pflege.

Ein besonderer Tipp für Tulpen

Achten Sie darauf, Tulpen abzuschneiden sobald sie abgeblüht sind. Denn beginnt die Pflanze erst einmal mit der Samenbildung, fehlt ihr die Kraft für die Zwiebel. Wildtulpen wiederum lassen sie so stehen wie sie sind. Auch sie breiten sich von allein auf der Blumenwiese aus.

Staudenbeete säubern

All Ihre Stauden benötigen jetzt eine liebevolle Hand. Eine der wichtigsten Arbeiten, wenn es um die Gartenpflege im April geht: Der Frühjahrsputz für die geliebten Stauden. Dazu werden alle trockenen Pflanzenteile entfernt bzw. kurz geschnitten. Der Schnitt sorgt dafür, dass die Staude bald wieder austreibt. Anschließend den Boden rund um die Pflanze auflockern.

Große Stauden können Sie jetzt teilen. Dazu wird die Staude mit Erdballen ausgegraben und mit einem sauberen Schnitt geteilt. Je nach Größe der Staude kann eine Pflanze in zwei oder mehrere Teile geteilt und an einen anderen Standort eingepflanzt werden. Nach dieser Verjüngung werden Sie mit einer üppigen Blüte im Sommer belohnt.

Die neuen Standorte werden vor dem Umsetzen ebenfalls bearbeitet. Ein Pflanzloch ausbuddeln, den Boden auflockern und mit frischem Kompost füllen. Ideal ist diese Vorbereitung, zwei Tage vor dem Einsetzen der Pflanzen. Nach dem Befüllen mit Kompost können sich die Nährstoffe dank Regenwasser verteilen und bilden eine ideale Grundlage für die geteilten Stauden. Der gerade gewonnene Rasenschnitt kann dabei als Mulchschicht verwendet werden. Sie unterdrückt die Entstehung von Unkraut und beugt einer schnellen Austrocknung des Bodens vor.

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