Fachfirma oder „Allrounder“? Billig oder preiswert?


Fachfirma oder Allrounder? Billig oder preiswert?

Über 312 Ausbildungsberufe kann man in Deutschland erlernen. Gibt es den Beruf „Allrounder“ und „Innenausbau“ überhaupt? Wann ist eine Firma billig? Welcher Preis ist branchenüblich? Diese Fragen beantworten wir Ihnen in diesem Artikel.

Wir geben Ihnen Tipps, woran Sie eine qualifizierte Handwerker-Firma erkennen:

Unterschied zwischen Fachfirma und „Allrounder“

– Bei Zahnschmerzen vereinbaren Sie einen Termin beim Zahnarzt
– Funktioniert Ihr Fahrzeug nicht mehr ordnungsgemäß rufen Sie bei der KFZ-Werkstatt an
– Haben Sie Probleme mit dem Computer ist der PC-Spezialist Ihr Ansprechpartner

Leider wird im Handwerk weniger Augenmerk darauf gelegt,

  1. ob bzw.
  2. welche Arbeiten eine Firma überhaupt durchführen darf

Die Arbeiten, welche ein Handwerksbetrieb durchführen darf, ist eindeutig durch die Handwerksordnung geregelt. Welche Arbeiten von welchen Gewerken durchgeführt werden dürfen, können Sie grob unter Handwerk.de – Gewerke nachlesen.

Den Beruf oder die Ausbildung „Allrounder“ und „Innenausbau“ gibt es beispielsweise gar nicht. Es kommt darauf an, welche Arbeiten überhaupt durchgeführt werden sollen. So kann „Innenausbau“ komplett unterschiedliche Berufe betreffen z.B. Bodenleger, Fliesenleger, Schreiner, Maler, Maurer oder auch Sanitär-/Heizung-Installateur.

Hinweis: Wir empfehlen Ihnen, Arbeiten immer von einer Fachfirma durchführen zu lassen, damit im Schadensfall die Klärung bzw. Entschädigung problemlos abläuft. Wie Sie schwarze Schafe erkennen können

„Gelernt ist gelernt“

Auf der Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sind derzeit 312 Ausbildungsberufe aufgelistet. Jeder Beruf hat sich auf einen bestimmten Bereich spezialisiert. Während der Ausbildung wird die Einhaltung der Ausbildungsordnung von der zuständigen Kammer (z.B. HWK und IHK) überprüft. Die Ausbildung dauert unterschiedlich lange und das Ausbildungsende wird mit der Abschlussprüfung gekrönt.

Ja, manche Aufgaben kann man sich auch selbst beibringen – der Spruch „Gelernt ist gelernt“ sagt jedoch sehr viel aus.

41 Handwerksberufe sind meisterpflichtig

Aktuell sind 41 Handwerksberufe im zulassungspflichtigen Handwerk eingestuft d.h. die Ausübung als Selbständige/r ist meisterpflichtig!

Eine kleine Auswahl der Meisterberufe:

  • Dachdecker
  • Elektriker
  • Estrichleger
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
  • Gerüstbauer
  • Glaser
  • Heizung- & Sanitär-Installateure
  • Maler & Lackierer
  • Maurer und Betonbauer
  • Metallbauer bzw. Schlosser
  • Parkettleger
  • Rolladen- und Sonnenschutztechniker
  • Schreiner bzw. Tischler
  • Steinmetz
  • Spengler bzw. Klempner
  • Zimmerer

Unser Tipp: Prüfen Sie vor der Beauftragung die Qualifikation der Firma. Mehr Infos unter: Wie Sie schwarze Schafe erkennen können

Billig, preiswert oder teuer – kurzgesagt: Gute Qualität hat seinen Preis

Ich habe eine Bitte an Sie: Vergleichen Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen und damit auch nicht den Stundenlohn eines Angestellten mit dem Stundensatz eines Selbständigen oder eines Unternehmens. 

Gute Qualität kann eine Firma dauerhaft nur anbieten, wenn man fair von der Kundschaft bezahlt wird.

Einfache und leichte Tätigkeiten für die keine spezielle Ausbildung notwendig sind, beginnen bei mindestens 25 € brutto (inklusive MwSt). Unterhalb dieser Grenze ist ein langfristiges wirtschaftliches Arbeiten in der Selbständigkeit nicht möglich.

Mehr unter branchenübliche Preise für selbständige Handwerker & Dienstleister.

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